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Berufsfeld Elementarpädagogik/ Sozialpädagogik

Ausbildungsmöglichkeiten
Anstellungserfordernisse

Eine elementarpädagogische Einrichtung ist die erste Bildungseinrichtung im Leben eines Kindes und so kommt der Elementarpädagogin/dem Elementarpädagogen eine bedeutsame Rolle zu. Eine Elementarpädagogin/ein Elementarpädagoge kann in unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten, z.B. in einer Krippe für Kinder vom ersten bis dritten Lebensjahr, in einer Kindergartengruppe für Kinder von etwa drei bis sechs Jahren, in einer alterserweiterten Gruppe für Kinder von etwa ein bis sechs Jahren. Es gibt auch die Möglichkeit, im Rahmen der Ausbildung die zusätzliche Qualifikation zur Hortpädagogin/zum Hortpädagogen zu erlangen, um Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren in einer Hortgruppe zu betreuen.

Der Beruf der Elementarpädagogin/des Elementarpädagogen ist sehr gefragt, die Anstellungschancen sind in allen Bundesländern sehr gut.

Neben der Elementarpädagogin/dem Elementarpädagogen gibt es auch Assistentinnen/Assistenten. Die pädagogische Assistentin/der pädagogische Assistent unterstützt die Elementarpädagogin/den Elementarpädagogen beim Gestalten der Bildungsarbeit, indem sie/er selbst über ein pädagogisches Wissen verfügt.

Auch das Berufsfeld der Sozialpädagogik ist in unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Sozialpädagoginnen/Sozialpädagogen arbeiten z.B. in Wohngemeinschaften und betreuen dort Schulkinder, Jugendliche, (junge) Erwachsene, in sozialen Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, oder auch in der außerschulischen Jugendarbeit.

Der Beruf der Sozialpädagogin/des Sozialpädagogen ist sehr gefragt. Auch hier sind die Anstellungschancen in allen Bundesländern sehr gut.

Ausbildungsmöglichkeiten

Bildungsanstalten für Elementarpädagogik/Sozialpädagogik

Die Ausbildungen zur Elementarpädagogin/zum Elementarpädagogen bzw. zur Sozialpädagogin/zum Sozialpädagogen können an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) bzw. der Bildungsanstalt für Sozialpädagogik (BASOP) erworben werden. Diese Schulformen gehören zu den Berufsbildenden höheren Schulen (BHS) und schließen - so wie auch alle anderen BHS - mit einer Reife- und Diplomprüfung ab. Beide fünfjährigen höheren Schulformen führen darüber hinaus zur Universitätsreife. Die Ausbildungen können auch als Kolleg absolviert werden und schließen dann mit einer Diplomprüfung ab. Zugangsvoraussetzung ist eine Reifeprüfung, Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung. Die Ausbildung an einem Kolleg dauert zwei Jahre bzw. berufsbegleitend fünf bis sechs Semester.

Seit dem Schuljahr 2019/2020 gibt es auch eine dreijährige Fachschule für pädagogische Assistenzberufe. Im Anschluss an diese dreijährige Fachschule gibt es – wie an allen Fachschulen – die Möglichkeit, nach weiteren drei Jahren den Abschluss als Elementarpädagogin/Elementarpädagoge zu erlangen.

Voraussetzung für den Besuch der Ausbildungen ist jeweils eine positive Eignungsprüfung.

Für den sonderpädagogischen Bereich, also die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Beeinträchtigungen, gibt es die dreijährigen, berufsbegleitenden Lehrgänge für inklusive Elementarpädagogik an der BAfEP bzw. für Inklusive Sozialpädagogik an der BASOP, die mit der Qualifikation Sonderkindergartenpädagogin/Sonderkindergartenpädagoge bzw. Sondererzieherin/Sondererzieher abschließen.

Voraussetzung für den Besuch eines Lehrgangs ist die vorangegangene Grundausbildung zur Elementarpädagogin/zum Elementarpädagogen bzw. zur Sozialpädagogin/zum Sozialpädagogen.

Die Bewerbung bzw. Anmeldung erfolgt direkt am Schulstandort einer BAfEP oder BASOP. Auf den Webseiten der Schulen sind nähere Informationen zu finden, z.B. zum Tag der offenen Tür. Die Schulstandorte und deren Webseiten können unter folgenden Links aufgerufen werden: https://www.schule.at/schulfuehrer.html

Bildungsanstalt für Elementarpädagogik, Bildungsanstalt für Sozialpädagogik, Fachschule für pädagogische Assistenzberufe

Hochschullehrgang „Elementarpädagogik“

Ab dem Studienjahr 2021/22 steht ein neuer Hochschullehrgang „Elementarpädagogik“ an den Pädagogischen Hochschulen zur Verfügung, welcher als Quereinstiegsmöglichkeit in das Berufsfeld der Elementarpädagogik im Sinne der Qualifizierung als „gruppenführende Elementarpädagogin bzw. gruppenführender Elementarpädagoge“ für facheinschlägig vorgebildete Personengruppen dient.

Die Zulassung zum Hochschullehrgang setzt nach § 52f Abs. 2 HG 2005 eine abgeschlossene Ausbildung in diesen Professionsfeldern voraus. Zielgruppe sind Lehrer/innen mit abgeschlossenem Bachelorstudium Primarstufe oder Personen mit einem abgeschlossenen Bachelorstudium der Pädagogik, Erziehungs- oder Bildungswissenschaft (180 ECTS). Gemäß § 52 Abs. 2 Z 3 HG 2005 haben diese zumindest Sprachkenntnisse auf dem Referenzniveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechend der Empfehlung des Ministerkomitees des Europarates an die Mitgliedstaaten Nr. R (98) 6 vom 17. März 1998 zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen – (GER) aufzuweisen. Zudem wird die Absolvierung eines Selbstevaluierungstools vor Beginn des Hochschullehrgangs als Zulassungsbedingung festgelegt.

Der Hochschullehrgang gliedert sich in 12 Module einschließlich eines theorie- und praxisorientierten Portfolios. Im ersten sowie im zweiten Semester sind jeweils 6 Module zu absolvieren. Diese umfassen theoretische-didaktische Grundlagen, den Schwerpunkt elementare Bildung und Didaktik und elementarpädagogisch-praktische Studien.

Die vorgesehene Hochschullehrgangsdauer beträgt 2 Semester, wobei eine Höchststudiendauer von 6 Semestern (vorgesehene Studienzeit zuzüglich 4 Semester) festgelegt wurde. Nach Abschluss des Hochschullehrgangs ist den Absolventinnen bzw. Absolventen ein Hochschullehrgangszeugnis auszustellen, welches letztlich zur Berechtigung der Gruppenführung führt.

Der Hochschullehrgang  "Elementarpädagogik" wird ab dem Studienjahr 2021/22 an folgenden Pädagogischen Hochschulen angeboten:
(laufende Aktualisierung, Stand 2.2.2021)

Verbund Nord-Ost:

Verbund Süd-Ost:

Anstellungserfordernisse

Der Beruf der Elementarpädagogin/des Elementapädagogen ist ein reglementierter Beruf. Das heißt, es ist eine bestimmte Ausbildung erforderlich, nämlich die Ausbildung an einer BAfEP und zusätzlich ab dem Jahr 2022 der erfolgreiche Abschluss des Hochschullehrgangs „Elementarpädagogik“. Nur wer diese Ausbildung abgeschlossen hat, darf als Elementarpädagogin/Elementarpädagoge arbeiten. Dieses Grundsatzgesetz für die Anstellungserfordernisse gilt für ganz Österreich. Weitere konkrete Bestimmungen zu den Rahmenbedingungen der Anstellungen legt jedes Bundesland zusätzlich in Landesgesetzen fest. Dazu zählen etwa Regelungen über Öffnungszeiten oder Anzahl der Kinder pro Gruppe. Das Grundsatzgesetz zu den Anstellungserfordernissen soll um den Hochschullehrgang erweitert werden.

Grundsatzgesetz zu den Anstellungserfordernissen