Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Regionale Bildungszusammenarbeit mit Osteuropa und am Westbalkan

Seit den 1990er Jahren steht Österreich im Bereich Bildung in einem intensiven Kooperationsprozess mit den Ländern in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Die Region Donauraum/Westbalkan ist aufgrund von außen-, wirtschafts-, sicherheits- und entwicklungspolitischen Prioritäten von zentralem Interesse für Österreich und die Europäische Union. Die regionalen Partnerschaften stellen eine wichtige Schnittstelle zwischen bilateralen Kooperationen und dem Austausch auf EU-Ebene dar. 

EU-Donauraumstrategie

Im Rahmen der EU-Donauraumstrategie koordiniert das BMBWF gemeinsam mit dem BMASGK und der Republik Moldau die Zusammenarbeit von  14 teilnehmenden Ländern im Prioritätsbereich 9 „Investitionen in Menschen und Qualifikationen“. 

Central European Cooperation in Education and Training

Die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern Tschechien, Slowakei, Slowenien und Ungarn  im Rahmen der Central European Cooperation in Education and Training (CECE) konzentriert sich auf den EU-Bereich (Arbeitsprogramm der Präsidentschaften, strategischer Rahmen ET 2020, Bildungsprogramm Erasmus+ et cetera) und andere internationale Organisationen (zum Beispiel OECD, Europarat).

Bereits seit dem Jahr 1997 werden regelmäßige Regionalkonferenzen zu Bildungsthemen auf Beamtenebene zwischen Österreich (AT), der Slowakei (SK), Slowenien (SI), Tschechien (CZ), und Ungarn (HU) abgehalten. Mittlerweile hat sich im Rahmen der CECE eine solide Partnerschaft entwickelt, in der sowohl europäische als auch internationale Fragen der Bildungspolitik diskutiert werden. Ziel ist eine enge nachbarstaatliche Kooperation in Bildungsangelegenheiten  und der Austausch von Expertise und guter Praxis in allen Bereichen des lebenslangen Lernens. 

Die Kooperation wird auf organisatorischer und inhaltlicher Ebene durch bisher drei Joint Memoranda of Understanding (2004, 2007, 2012; aktuelle Laufzeit bis 2022) geregelt. Die CECE-Zusammenarbeit wird jeweils für die Dauer eines Jahres von einem der beteiligten Länder koordiniert. Das BMBWF hatte zuletzt 2018 hatte die „informelle CECE-Präsidentschaft“ inne. 2019 wird der Vorsitz von Ungarn ausgeübt wird, gefolgt von der Slowakei im Jahr 2020. 

Education Reform Initiative of South Eastern Europe

In Südosteuropa ist das BMBWF in die Arbeit der Education Reform Initiative of South Eastern Europe (ERI SEE), der regionalen Kooperationsplattform der Bildungsminister/innen der Westbalkanregion, eingebunden. An diesem  Netzwerk sind Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Montenegro, die Republik Moldau, Nordmazedonien und Serbien beteiligt und kooperieren in den Bereichen Allgemein-, Berufs- und Hochschulbildung. Zur Umsetzung der ERI SEE-Arbeitsprogramme wurde von den Mitgliedsländern ein internationales Sekretariat in Belgrad eingerichtet.

ERI SEE wurde im Jahr 2004 als politisches Netzwerk für die regionale Bildungszusammenarbeit in Südosteuropa im Rahmen des Stabilitätspaktes für Südosteuropa und der „Task Force Bildung und Jugend“ unter österreichischem Vorsitz gegründet. 

Das strategische Ziel der ERI SEE ist es, die Region auf dem Weg in die EU zu unterstützen sowie regionale Kooperation zu fördern. Durch die Zusammenarbeit der Bildungsministerien untereinander und mit relevanten Partnerinstitutionen (zum Beispiel European Training Foundation ETF, Regionaler Kooperationsrat RCC) werden insbesondere regionale Schwerpunkte im Kontext des EU-Integrationsprozesses bearbeitet. ERI SEE ist in die Arbeit der EU-Westbalkanplattform zu Bildung und Ausbildung regelmäßig eingebunden.

"Berlin Prozess" - Western Balkan Alliance for Work-Based Learning

Im Rahmen des “Berlin Prozesses”, der zum Ziel hat, die Beziehungen unter den Staaten des Westlichen Balkans zu verbessern  und die EU-Perspektive der Länder zu bekräftigen, wurde im Jahr 2016 auf Initiative Österreichs (BMEIA, BMB, BMWFW, KKA, WKO, ADA) die „Western Balkan Alliance for Work-Based Learning“ (WBA4WBL) initiiert. Als Ziel der Initiative wurde vereinbart, den regionalen Dialog zwischen Politik, Berufsbildungseinrichtungen, privatwirtschaftlichen Akteurinnen und Akteuren und der Zivilgesellschaft zu fördern. Der Fokus dabei liegt auf der Kooperation in der Einführung dualer Ausbildung und anderer Formen von betrieblichem Lernen. Die Initiative wird getragen durch ERI SEE und von CIF (Western Balkans Chambers Investment Forum). Österreichische Erfahrungen fließen über WKO und KulturKontakt Austria (im Auftrag des BMBWF) als strategische Partner ein.  

Links

Kontakt

Mag. Jürgen Schick
juergen.schick@bmbwf.gv.at