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Kampf gegen Antisemitismus

Der Antisemitismus, also die Feindschaft gegen Jüdinnen und Juden, führte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich ab März 1938 zur Verfolgung aller jüdischen Menschen. Durch Vertreibung und Flucht, durch Deportation und Massenmord wurde das österreichische Judentum zerstört. Nur wenige überlebten oder kehrten aus dem Exil zurück und bauten die jüdischen Gemeinden in Österreich wieder auf. Auch heute, 
80 Jahre nach dem „Anschluss“ und den Ausschreitungen der Novemberpogrome im Jahr 1938, ist Antisemitismus in Österreich und Europa noch immer virulent. Der Antisemitismus manifestiert sich heute noch immer als rassistische Ablehnung von Jüdinnen und Juden bzw. jüdischer Einrichtungen oder auch als Wahnvorstellung von jüdischer Weltmacht. Jüdische Einrichtungen müssen geschützt werden und österreichische Jüdinnen und Juden werden belästigt und bedroht. Auch gibt es noch Reste der früher bedeutenden christlichen, religiös motivierten Judenfeindschaft, sowie oft in Verbindung mit einer Ablehnung Israels einen islamistischen Antisemitismus. Ein wesentlicher Ort für antisemitische Hetze sind heute Diskussionsforen im Internet und insbesondere in den sozialen Medien.

Die österreichische Bundesregierung definierte im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft den Themenkomplex Kampf gegen Antisemitismus als wichtiges Handlungsfeld mit dem Ziel, neue Meilensteine im internationalen Kampf gegen Antisemitismus zu setzen.

Der Europäische Rat nahm am 6. Dezember 2018 eine „Erklärung zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Entwicklung eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts für einen besseren Schutz jüdischer Gemeinschaften und Einrichtungen in Europa“ an. Vorlage dafür war die Arbeitsdefinition von Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (vom 26. Mai 2016). „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ Die österreichische Bundesregierung hat am 25. April 2017 diese Arbeitsdefinition angenommen und das BMBWF hat alle Stellen innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches angehalten, die Definition umzusetzen. 

Die von der Fundamental Rights Agency (Agentur der Europäischen Union für Grundrechte) im Jahr 2018 durchgeführte 2. Studie zur Untersuchung von „Diskriminierung und Hasskriminalität gegenüber Juden in den EU-Mitgliedstaaten: Erfahrungen und Wahrnehmungen im Zusammenhang mit Antisemitismus“, sowie die von Nationalratspräsidenten Mag. Wolfgang Sobotka in Auftrag gegebene Studie „Antisemitismus 2018“ belegen, dass Antisemitismus weiterhin verbreitet und in der Gesellschaft verankert ist und dass sich Jüdinnen und Juden in Österreich häufig belästigt und auch bedroht fühlen

_erinnern.at_ unterstützt Lehrkräfte durch Seminare und Lernmaterialien in der Prävention und schulischen Bearbeitung von Antisemitismus und Rassismus, wie zum Beispiel:

  • das Lernheft „Ein Mensch ist ein Mensch“ Rassismus, Antisemitismus und sonst noch was… mit zusätzlichem Online-Material 
  • die Online-Toolbox „Stories that Move“ 
  • das Lernmaterial „Fluchtpunkte. Bewegte Lebensgeschichten zwischen Europa und Nahost“
  • das Lernmaterial „Neue Heimat Israel“ 

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Kontakt

MinRin Mag.a Martina Maschke
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Leiterin der Abteilung für bilaterale Angelegenheiten; Holocaust-Education – international
Minoritenplatz 5
1010 Wien
T +43 1 53120-2875
martina.maschke@bmbwf.gv.at

MinR Mag. Manfred Wirtitsch
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Leiter der Abteilung für Grundsatzangelegenheiten und überfachliche Kompetenzen, Schulpartnerschaft, ganztägige Schulformen
Minoritenplatz 5
1010 Wien
T +43 1 53120-2540
manfred.wirtitsch@bmbwf.gv.at