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Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT)

Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) fördert systematisch die enge Zusammenarbeit im Wissensdreieck Bildung, Forschung und Innovation und liefert damit einen wesentlichen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Seit 2014 ist das EIT Teil des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation. Im derzeit laufenden EU-Rahmenprogramm Horizon Europe (2021-2027) ist das EIT in der Säule 3 „Innovatives Europa“ zu finden. 

Das EIT ist eine Initiative der EU zur unmittelbaren Stärkung der Innovationskraft Europas in ausgewählten Themenbereichen, um vor allem den großen gesellschaftlichen Herausforderungen aktiv zu begegnen. Um Lösungen zu erarbeiten, werden führende Organisationen aus dem Wissensdreieck Bildung, Forschung und Innovation entlang bestimmter Themen zusammengeführt. Interdisziplinäre Teams aus Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen sollen Forschungsergebnissen zu innovativen Produkten und Dienstleistungen am Markt verhelfen. Es sollen neue, innovative Kooperationsformen entstehen und mögliche Synergien auf nationaler und EU-Ebene genutzt werden.

Die Zusammenarbeit erfolgt grenzüberschreitend in Form von europaweiten thematischen Netzwerken, in den sogenannten Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities – KICs). Sie stellen die operativen Einheiten des EIT dar. Die teilnehmenden Organisationen in den KICs kommen aus den einschlägigen thematischen Bereichen.

Die Zusammensetzung der KICs, die interne Organisation sowie die eingesetzten Arbeitsmethoden werden von den KICs selbst bestimmt. Bisher wurden auf Grundlage von EIT KIC Ausschreibungen 8 thematische KICs etabliert, die von regionalen Hubs, sogenannten Co-location Centers (CLC), unterstützt werden:

  1. EIT Climate KIC - Klimawandel; Climate KIC
    Co-location Centers: London (UK), Zürich (CH), Berlin (DE), Paris (FR), Utrecht (NL), Kopenhagen (DK)
  2. EIT InnoEnergy - Nachhaltige Energie; 
    Co-location Centers: Grenoble (FR), Barcelona (ES), Krakow (PL), Karlsruhe (DE), Kista (SE)
  3. EIT Digital  - Nächste Generation der Informations- und Kommunikationsgesellschaft; 
    Co-location Centers: Stockholm (SE), Helsinki (SF), Berlin (DE), Paris (FR), Eindhoven (NL), Espoo (SF), Povo in Trento (IT)
  4. EIT Health - Innovation für gesundes Leben und aktives Altern;
    Co-location Centers: London (UK), Stockholm (SE), Barcelona (ES), Paris (FR), Heidelberg (DE), Rotterdam (NL)
  5. EIT Raw Materials - Nachhaltige Erkundung, Gewinnung, Verarbeitung, Verwertung und Substitution;
    Co-location Centers: Espoo (SF), Metz (FR), Wroclaw (PL), Luea (SE), Rom (IT), Leuven (BE)
    Die Montanuniversität Leoben betreibt  im Rahmen des KIC Raw Materials ein Regional Innovation Center Leoben (RIC) für die ost- und südosteuropäische Region (ESEE-Region)
  6. EIT Food - nachhaltige Lebensmittelkette von den Ressourcen bis zum Verbraucher;
    Co-location Centers: Leuven (BE), München (DE), Warschau (PL), Madrid (ES), Reading (UK)
  7. EIT Manufacturing - Mehrwert in der Fertigung:
    Co-location Centers: Bilbao (ES), Darmstadt (DE), Göteborg (SE), Mailand (IT), Wien (AT)
    Die Technische Universität Wien etablierte die CLC East GmbH in Wien, gemeinsam mit Kernpartnern aus der Schweiz, Griechenland, der Slowakei und Österreich, und ist jetzt Kernpartner.
  8. EIT Mobilität – Urbane Mobilität:
    Co-location Centers: Kopenhagen (DK), München (DE),  Helmond (NL), Prag (CZ), Barcelona (ES)

In der Programmperiode 2021-2027 sollen noch zwei neue KICs gegründet werden, nämlich das KIC Kultur- und Kreativbranchen und Kultur- und Kreativindustrien (geplant im Jahr 2022) sowie das KIC Wasser, Meeres- und maritime Sektoren und Ökosysteme (voraussichtlich im Jahr 2026). 

Aus dem Budget von Horizon Europe werden für das EIT 2,966 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Das EIT finanziert Anschubfinanzierung für die neuen geplanten KICs sowie Aktivitäten bestehender KICs.  KICs bieten und fördern u.a. Abschlüsse im Hochschulbereich, unternehmerische Ausbildungsangebote von Hochschulen, Projekte, Start-ups und spezielle unterstützende Maßnahmen für europäische Länder mit derzeit noch geringerem Innovationspotential (RIS-Länder). Die Finanzierung einzelner EIT Projekte entspricht den Horizon Europe Regelungen.

Der Finanzbedarf der KICs wird aus verschiedenen Quellen bedeckt. Der Finanzierungspfad des EIT für KICs ist generell auf 15 Jahre ausgerichtet, die jährliche Finanzhilfe für die einzelnen KICs beruht auf einen leistungsbasierten Modell.  Weitere Finanzierungsquellen sind die EU-Rahmenprogramme für Forschung und Innovation (derzeit Horizon Europe), die EU-Strukturfonds, ERASMUS+, Förderungen in den Mitgliedsstaaten und die Wirtschaft.

Kontakt

Mag.a Johanna Ringhofer
Abteilung EU und OECD Forschungspolitik
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
T +43 1 53120-6793
johanna.ringhofer@bmbwf.gv.at