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Geistige Landesverteidigung

Die Geistige Landesverteidigung (GLV) ist neben der militärischen, der wirtschaftlichen und der zivilen Landesverteidigung Teil der Umfassenden Landesverteidigung (B-VG Art. 9a). Ihre Aufgabe besteht im Rahmen der Politischen Bildung in der Vermittlung demokratischer Werthaltungen und der Schaffung eines umfassenden Bewusstseins für demokratische Freiheiten und die in der Bundesverfassung verankerten Bürger- und Menschenrechte. Sie leistet einen Beitrag zur Sicherstellung eines demokratischen Grundkonsenses und des sozialen Friedens sowie zum Verständnis des Konzeptes der umfassenden Sicherheitspolitik im nationalen, europäischen und globalen Kontext.

Inhalte und Kompetenzen

Geistige Landesverteidigung setzt ein Bekenntnis zu einer rechtsstaatlichen und liberalen Demokratie voraus.

Dieses Bekenntnis würdigt sowohl materielle als auch immaterielle Werte. Es sind daher Beiträge und Leistungen in den Bereichen zum Beispiel der Wirtschaft, des Klima- und Umweltschutzes ebenso wie der Kultur und der Wissenschaft als Bereicherung für die zivilisatorische Entwicklung des Landes gebührend im Unterricht darzustellen.

Ausgehend von den Grundsätzen der österreichischen Verfassung und den grundsätzlichen Zielen der Politischen Bildung sind jene politischen Wissens-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen zu vermitteln, um auf mögliche Gefährdungen unserer demokratischen Republik reagieren zu können. Die Fähigkeit zu klarer Unterscheidung zwischen demokratischem und undemokratischem politischen Handeln und dem Erkennen von Extremismen, Instrumentalisierungen und Pauschalisierungen ist als eine der wesentlichsten Grundlagen Geistiger Landesverteidigung zu sehen.

Mehr zu den politischen Kompetenzen: Informationen zur Politischen Bildung Heft 29 

Politische Bildung – und mit ihr Geistige Landesverteidigung – soll ein realitätsgerechtes Bild von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Machtverhältnissen Europas und der Welt vermitteln und dementsprechend bei den Menschen eine analytisch-kritische Haltung bewirken. Der Verbreitung von Unsicherheit und Angst durch Medien und interessensgeleitete politische Gruppierungen soll mit analytischer Recherche und Urteilskompetenz begegnet werden; Hate Speech und Fake News ist im Unterricht besonderes Augenmerk zu schenken.

Den stetigen und teils rasanten Veränderungen der politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse in Österreich und der Europäischen Union haben Politische Bildung und Geistige Landesverteidigung Rechnung zu tragen. Die existenziellen Probleme der Menschheit können zudem nur in internationaler Kooperation gelöst werden. Europabezogenheit und Weltoffenheit sind daher als Grundlagen der Bearbeitung globaler Problemstellungen und internationaler Zusammenhänge anzusehen.

Geistige Landesverteidigung versteht sich als aktiver Beitrag zur Friedenssicherung in einer Welt, in der die Anwendung von Gewalt nicht ausgeschlossen werden kann. Dies bedeutet, die Aufgabe der Friedenspädagogik ernst zu nehmen und dem Operieren mit „Fremdbildern" sowie Feindbildern kritisch gegenüberzustehen, aber auch die Fähigkeit, auf Bedrohungen der demokratischen Gesellschaftsordnung in angemessener Weise reagieren zu können.

Grundsatzerlass Politische Bildung

Geistige Landesverteidigung findet im Grundsatzerlass zur Politischen Bildung 2015 jene inhaltlichen Anknüpfungspunkte, die in allen Gegenständen aufgreifbar sind. Die Auseinandersetzung mit Inhalten der Geistigen Landesverteidigung ist dadurch im Rahmen des Unterrichtsprinzips Politische Bildung (künftig „Überfachliches Thema“) in allen Schulstufen, Schultypen und Gegenständen möglich und auch erwünscht.

Lehrplanbezüge

In allen Lehrplänen zur Politischen Bildung finden sich Referenzstellen zu Themen der Geistigen Landesverteidigung, beispielhaft etwa im Lehrplan „Geschichte und Politische Bildung“: Grundzüge des politischen Systems; Friedenssicherung nach dem Zweiten Weltkrieg; Konzeptionen von Europa; Europäisierung; internationale und globale Herausforderungen für die Menschheit; generell: Sicherheitspolitik als Politikfeld; und so weiter).

E-Bibliothek (Open Access)

In Verteidigung der Demokratie – Bildungspolitische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Geistigen Landesverteidigung, hgg. v. Jacqueline Jürs, Roman Schuh und Manfred Wirtitsch (2021), erschließt aus bildungspolitischer und militärischer Perspektive Zielsetzungen und didaktische Prinzipien der Vermittlung der Geistigen Landesverteidigung.

In Verteidigung der Demokratie (Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule)

Umfangreich ist die Online-Bibliothek des Verteidigungsministeriums mit Titeln zu den verschiedensten Themen aus dem Ressortbereich. Die USA – Interessen und Strategien von Gunther Hauser (Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie 1/2022) beispielsweise ist eine Analyse von 20 Jahren Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik der USA seit „9/11“.

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Bundesheer - Wissenschaftliche Publikationen

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