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Europäischer Forschungsraum (ERA)

Der in den EU Verträgen verankerte  Europäische Forschungsraum (European Research Area – ERA) soll einen europäischen „Binnenmarkt der Forschung und des Wissens“ schaffen. Das wichtigste Instrument für seine Umsetzung ist das EU-Forschungsrahmenprogramm.

Die Europäische Union (EU) verfügt über eine lange Tradition von Spitzenleistungen auf dem Gebiet der Wissenschaft, Forschung und Innovation. Während Forschende und Innovatoren sich immer stärker vernetzen und über Ländergrenzen hinweg zusammenarbeiten um neues Wissen zu generieren und um wesentliche Beiträge zur Bewältigung der globalen Herausforderungen zu leisten, sind die Forschungssysteme der Mitgliedsstaaten nach wie vor stark national ausgerichtet. Das führt dazu, dass die EU in den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Innovation nach wie vor stark fragmentiert ist, Hindernisse für die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg und für die Mobilität der Forschenden fortbestehen und das enorme Potential der EU daher nicht voll ausgeschöpft werden kann. Vor diesem Hintergrund begann auf Initiative der Europäischen Kommission im Jahr 2000  ein breiter Diskussionsprozess über die Schaffung eines „Binnenmarkts der Forschung“ in Europa. Wesentliche Ziele dieser politischen Initiative (kurz EFR, auf Englisch European Research Area = ERA) sind, Europas Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, die Fragmentierung des europäischen Forschungs- und Innovationssystems zu überwinden, die nationalen Systeme zu modernisieren und  die Arbeitsbedingungen für Forschende zu verbessern. Das Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Innovation (derzeit wird als wichtigstes Instrument für die Umsetzung des ERA angesehen. Mit dem Vertrag von Lissabon (2009) fand der EFR Eingang in das Primärrecht der EU. Die Schaffung eines Binnenmarkts der Forschung und des Wissens ist seitdem als Zielbestimmung im AEUV (Art. 179) verankert. Seit dem Beginn der Initiative im Jahr 2000 wurden viele kleinere und größere Schritte in Richtung eines Binnenmarktes der Forschung und des Wissens umgesetzt, insbesondere in den Bereichen Forschungsinfrastrukturen, Forscher/innen/mobilität oder auch bei länderübergreifende Förderinitiativen. Dennoch verstärkte sich in den letzten Jahren zunehmend der Eindruck, dass wichtige Reformen noch nicht gelungen sind, die Fragmentierung in vielen Bereichen nach wie vor besteht und dass angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie insbesondere des Klimawandels, der Digitalisierung oder zuletzt der Corona Pandemie, eine noch stärkere Zusammenarbeit und Integration in Wissenschaft, Forschung und Innovation erforderlich ist. 

Die Mitgliedstaaten der EU haben sich daher im Jahr 2018 zu einer Neuausrichtung des EFR entschlossen. Unter dem Titel „New ERA“ soll ein neuer Anlauf genommen werden. Mit einer neuen Leitungsstruktur (ERA Governance) soll mehr „Ownership“ der politischen Ebene (Forschungsminister/innen) eine bessere Verbindung von nationaler und europäischer Forschungspolitik und eine verstärkte Partnerschaft zwischen den Mitgliedstaaten und der EU-Kommission erreicht werden. Ein Pakt für Forschung und Innovation in Europa (als Empfehlung des Rates der EU) bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung des EFR und für die Realisierung des Binnenmarktes des Wissens und der Forschung bis 2030. Mit einer alle drei Jahre zu erneuernden ERA Policy Agenda nimmt sich die EU konkrete Initiativen und Reformen zur Erreichung dieses Zieles vor.   

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