Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Faßmann zum Ableben von Gideon Eckhaus: Seine eindringlichen Erzählungen bleiben unvergessen

Bildungsministerium trauert um wichtigen Zeitzeugen – Langjähriger und wichtiger Begleiter von _erinnern.at_

„Gideon Eckhaus war ein langjähriger wichtiger Wegbegleiter. Mit ihm verlieren wir eine starke Stimme für die Anliegen der Holocaust-Überlebenden in Israel, eine Stimme, die fehlen wird. Unermüdlich bis ins hohe Alter trat er für ihre Rechte und ihr Wohlergehen ein. Für viele SchülerInnen und LehrerInnen in Israel und Österreich sind seine eindringlichen Berichte als Zeitzeuge unvergesslich, engagiert und beharrlich suchte er immer wieder den Dialog mit einem oft zurückhaltenden Österreich. Eckhaus forderte Österreich und österreichische LehrerInnen immer wieder dazu auf Mitverantwortung an den Verbrechen zu übernehmen, in der Schule darüber zu lehren und gegen Antisemitismus und Rassismus einzutreten.

Unser Holocaust Eduacation Institut _erinnern.at_ nimmt diesen Auftrag sehr ernst und wird ihn im Sinne von Gideon Eckhaus weiterführen“, so Bildungsminister Heinz Faßmann.

Ein besonderer Fixpunkt der seit 20 Jahren von _erinnern.at_ organisierten Israel-Seminare für Lehrerinnen und Lehrer bildeten die Begegnung der Teilnehmenden mit Gideon Eckhaus. „Seine Erinnerungen an die nationalsozialistische Verfolgung, an die Flucht ins damalige Palästina und an seinen weiteren Lebensweg in Israel hat er trotz ihrer Schwere und Traurigkeit stets mit viel Offenheit und Mut vorgetragen. Eckhaus betonte darüber hinaus auch immer wieder die pädagogische, politische und persönliche Bedeutung der Fortbildungen in Israel und der Zusammenkunft von österreichischen Lehrkräften und „Israeli Austrians“, so Faßmann weiter, der 2018 auch selbst den Klub der Altösterreicherinnen und Altösterreich in Jerusalem besucht hatte.

Im Jahr 2018 kam Gideon Eckhaus mit rund 70 weiteren Überlebende der Shoa in ihre alte Heimat Österreich. Bei diesem Besuch hatten auch Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, mit Gideon Eckhaus über seine Erfahrungen und Erinnerungen an Österreich zu sprechen. „Ich bin dankbar für die Begegnungen mit Gideon Eckhaus und danke ihn für seinen unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus“, so der Minister abschließend.

Kontakt

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag.a Annette Weber
Pressesprecherin
T +43 1 53120-5025
annette.weber@bmbwf.gv.at