Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Pressegespräch: Administratives Unterstützungspersonal für unsere Schulen

Mit  

Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Christine Aschbacher, Bundesministerin für Arbeit, Jugend und Familie
Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptfrau von Niederösterreich
Peter Kaiser, Landeshauptmann von Kärnten
Maria Hutter, Landesrätin für Bildung in Salzburg

Presseunterlage (PDF, 75 KB)

Im Pflichtschulbereich fehlt es oft an Unterstützungspersonal im administrativen Bereich. Das führt vielfach dazu, dass Schulleitungen viel Zeit und Ressourcen für Verwaltungsarbeit aufwenden. Zur Entlastung hat sich bereits sowohl im Bund als auch in einzelnen Ländern der Einsatz professioneller administrativer Assistenz bewährt.

Auch die aktuelle TALIS Studie zeigt klar auf: Österreich hat im Vergleich zu anderen Ländern wenig administratives Personal in den Schulen. Auf 15 Lehrkräfte kommt eine administrative Kraft. Der EU-Schnitt liegt hier bei 10. Das fehlende Unterstützungspersonal im administrativen Bereich führt vielfach dazu, dass Schulleitungen viel Zeit und Ressourcen für Verwaltungsarbeit aufwenden. In vielen Schulen übernehmen auch zunehmend Lehrerinnen und Lehrer organisatorische Aufgaben. Zur Entlastung hat sich bereits sowohl im Bund als auch in einzelnen Ländern der Einsatz professioneller administrativer Assistenz bewährt. Allerdings haben im Pflichtschulbereich noch weniger als 10 Prozent der Schulen administrative Unterstützung.

Um hier eine weitere noch stärkere Entlastung zu ermöglichen, haben BMBWF, BMAFJ und AMS ein Modell entwickelt, Langzeitarbeitslose, benachteilige Personen am Arbeitsmarkt oder Wiedereinsteiger/innen für den administrativen Einsatz zur Entlastung der Schulleitungen und Lehrkräfte in den Pflichtschulen fit zu machen. Unser Angebot richtet sich an Länder und Gemeinden.

Was können wir damit erreichen?

  • Dringend benötigte Entlastung der Pflichtschulstandorte im administrativen Bereich
  • Fokussierung der verschiedenen Professionen auf ihre Kernaufgaben
  • Belebung des Arbeitsmarktes sowohl im ländlichen Raum als auch in urbanen Regionen
  • Effizienten Personaleinsatz durch zentrale Bündelung bei einem Träger pro Land und enge Anbindung an die Bildungsdirektion

Was stellen wir zur Verfügung?

  • Ein österreichweit einheitliches Fördermodell des AMS in Kooperation mit dem BMBWF und BMAFJ (Gesamtvolumen bis 2022 bis zu 54,6 Mio. Euro).
  • Bis zu 1000 Stellen mit einer Förderlaufzeit bis 2022. Eine situationsabhängige Verlängerung von Förderfällen wird anschließend geprüft.
  • Je aufgenommener administrativer Assistenz leistet das AMS 66,67 Prozent Eingliederungsbeihilfe, die übrigen Kosten werden von Seiten der jeweiligen Dienstgeber abgedeckt.
  • Bundesweit einheitliches Jobprofil für administrative Assistenzen und ein einheitliches Aus- und Fortbildungsprogramm.

Das dafür notwendige Förderprogramm wird noch vor dem Sommer eingerichtet und gilt bereits ab dem Schuljahr 2020/21. Das Einstiegsgehalt liegt bei rund € 2.000 brutto (bei Vollbeschäftigung), allfällige einschlägige Vordienstzeiten können angerechnet werden.

Mittelfristig wird eine Absicherung der Finanzierung der administrativen Assistenzen an Pflichtschulen im Dialog mit den Ländern und Gemeinden angestrebt. Gleichzeitig soll mit diesem Modell auch die Bildung von Schulclustern, die mit der Bildungsreform eingeführt wurde, weiter angeregt und unterstützt werden.