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Innovative Lehre als Mix aus Präsenz- und digitaler Lehre

Ars Docendi 2020: BMBWF zeichnet 26 Preisträgerinnen und Preisträger von fünf Universitäten aus

155 Einreichungen gingen für den diesjährigen „Ars Docendi“ ein – so viele wie noch nie. Die besten fünf davon hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) am Donnerstagabend mit dem mit je 7.000 Euro dotierten Staatspreis für exzellente Lehre prämiert, der zum 8. Mal an Lehrende von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Privatuniversitäten vergeben wurde. Insgesamt durften sich heuer 26 Preisträgerinnen und Preisträger von fünf Universitäten über die Auszeichnung freuen, die Wissenschaftsminister Heinz Faßmann überreichte.

„Wir alle können aus unserer Studienzeit Lehrende benennen, die in uns das Feuer und die Begeisterung für unser Studienfach entzünden konnten“, betonte dieser bei der Verleihung. Zugleich verwies Faßmann auch darauf, wie herausfordernd es für Lehrende sei, Lehre gut zu gestalten. Als Universitätsprofessor wisse er, dass man dafür Lehrinhalte nicht nur innovativ und verständlich in den geeigneten Lehr- und Lernumgebungen aufbereiten und vermitteln, sondern auch Neugierde wecken müsse – also die Gier auf das Neue. Das gelte insbesondere auch für die digitale Lehre, die eine immer wichtigere Rolle im Lehrgeschehen der Universitäten und Hochschulen spiele.

Das habe das Sommersemester 2020 besonders deutlich gemacht, das aufgrund der Corona-Pandemie überwiegend digital abgehalten werden musste. Faßmann: „Die Universitäten und Hochschulen haben mit viel Kreativität und Flexibilität bewiesen, dass sie – wenn es sein muss - die plötzliche Umstellung auf reines Distance Learning gut meistern können. Allerdings haben wir auch erlebt, dass digitale Lehrelemente den persönlichen Austausch zwischen Studierenden und Lehrenden nicht ersetzen können. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass Universitäten und Hochschulen auch in Zukunft in erster Linie Präsenzbetriebe bleiben werden, die einen innovativen Mix aus Präsenz- und digitaler Lehre bieten“, so Faßmann.

Ars Docendi trägt zur Sichtbarkeit und Wertschätzung guter Lehre bei

Für Festrednerin Evelyn Korn, die Vizepräsidentin der Philipps-Universität Marburg, tragen Lehrpreise wie der Ars Docendi zur „Sichtbarkeit und Wertschätzung guter Lehre bei, sodass diese auch Nachahmung findet“, betonte sie. Deshalb wünsche sie den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern, dass „ihre Pflänzchen innovativer Lehre in den Hochschuleinrichtungen gut gedeihen mögen“. Korn weiß, wovon sie spricht. Sie erhielt 2018 den Ars Legendi-Preis für exzellente Hochschullehre des Stifterverbands und der Hochschulrektorenkonferenz, das Äquivalent des Ars Docendi in Deutschland.

Wie schon in den vergangenen Jahren erfolgten die Nominierungen für den Ars Docendi durch Studienvertreter/innen, Rektor/innen und Kollegiumsleitungen. Eine international besetzte Fachjury erstellte dann aus den 155 Einreichungen von 68 öffentlichen Universitäten, 46 Fachhochschulen, 29 Pädagogischen Hochschulen und zwölf Privatuniversitäten eine Shortlist von 15 Lehrkonzepten, von denen die besten fünf ausgewählt wurden.

Alle Einreichungen sind - neben zahlreichen weiteren Beispielen für gute Lehre - im Online-Kompendium Atlas der guten Lehre dokumentiert.

Die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger des Ars Docendi 2020:

  • Kategorie Lernergebnisorientierte Prüfungskultur und deren Verankerung in der Lehrveranstaltung
    - Assoz.-Prof.in Dr.in Gabriele Spilker / Universität Salzburg
  • Kategorie Digitale Transformation in der Lehre
    - Mag.a Dr.in Sylvia Lingo / Universität Wien
  • Kategorie Kooperative Lehr- und Arbeitsformen
    - Dr. Benjamin Hetzer / Medizinische Universität Innsbruck - Dr. Georg Gasser, PD / Universität Innsbruck
  • Kategorie Forschungsbezogene bzw. kunstgeleitete Lehre
    - Mag. Dr. Dimitri Prandner / Universität Linz
    - Mag. Robert Moosbrugger, BSc / Universität Linz
  • Kategorie Qualitätsverbesserung von Lehre und Studierbarkeit - Dr. Alexander Zaufel / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Simon Kraler / Medizinische Universität Graz
    - Univ.-Prof. Dr. Alexander Rosenkranz / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Florian Moik / Medizinische Universität Graz
    - Cand. med. Maximilian Christian Köller / Medizinische Universität Graz
    - Univ.-Prof. Dr. Peter Flickert / Medizinische Universität Graz - Cand. med. Adrian Stenzl / Medizinische Universität Graz - Dr. Jakob Riedl / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Abakar Magomedov / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Florian Wenzl / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Victor Scheu / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Stefan Weikl / Medizinische Universität Graz
    - Cand. med. Aryan Aliabadi / Medizinische Universität Graz - Dr. Gregor Mayer / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Hasibullah Ehsas / Medizinische Universität Graz
    - Nikolaus Schreiber / Medizinische Universität Graz
    - Cand. med. Samy Mady / Medizinische Universität Graz
    - Cand. med. Matthias Egger / Medizinische Universität Graz - Dr. Christian Haider / Medizinische Universität Graz
    - Dr. Florian Schmalzer / Medizinische Universität Graz

Kontakt

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag.a Annette Weber
Pressesprecherin
T 01 53120-5025
 annette.weber@bmbwf.gv.at