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FH-Forschungsforum: Faßmann verkündet Ausschreibung von neuen FH-Studienplätzen in MINT

Im Rahmen des österreichischen Forschungsforums an der FH Wr. Neustadt verkündete Wissenschaftsminister Faßmann heute den Start zur Ausschreibung von 330 neuen FH-Anfänger/innenplätzen in MINT. Innerhalb der Regierungsperiode werden noch zwei weitere Ausbauschritte erfolgen, womit bis 2023 insgesamt über 3.700 FH-Studienplätze geschaffen werden. Planmäßig liegt der übergeordnete zentrale Fokus der Ausbauschritte im Bereich Digitalisierung und MINT.

Nach dem Beschluss des FH-Entwicklungs- und Finanzierungsplans sei dies laut Wissenschaftsminister Faßmann nun der nächste Schritt zur Umsetzung des FH-Ausbaus. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen und den Ausbau der Fachhochschul-Studienplätze vorantreiben. Eine Empfehlung, die uns auch die OECD dringend nahelegt“, so Faßmann. „Die Fachhochschulen haben nun bis zum Sommer Zeit,  für bereits erfolgreiche oder auch neue innovative Studiengänge Anträge einzureichen, die auf die Ausbildung geeigneter Fachkräfte im Bereich der Digitalisierung und MINT abzielen. Eine bevorzugte Berücksichtigung sollen in diesem Kontext innovative Vorhaben erfahren, die sich beispielsweise den Betätigungs-/Technologiefeldern wie „Industrie 4.0“, „Informationstechnik“, „Digitalisierung“, „Automatisierung“, „Künstliche Intelligenz“, „Cyber Security“ und „E-Government“ widmen. Nach positiv absolviertem Akkreditierungsprozess  können die neuen FH-Studiengänge mit WS 2020/21“ starten, führt Faßmann aus.

Der FH-Ausbau im MINT-Bereich trägt nicht nur den Forderungen von Wirtschaft, Industrie und Fachhochschulkonferenz Rechnung, die Ausbildungsplätze im MINT-Bereich zu erhöhen, um den derzeitigen Fachkräftebedarf im höher qualifizierten MINT-Bereich zu decken. Wissenschaftsminister Faßmann würdigt auch die intensive Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und der Wirtschaft, welche die Basis für das Erfolgsmodell der Fachhochschule legt. Die hohe Akzeptanz und Nachfrage der praxisbezogenen Ausbildung auf Hochschulniveau zeigt sich einerseits in der niedrigen Arbeitslosenquote – nicht einmal 2 % der FH-Absolventinnen und -Absolventen sind nach ihrem Studium auf Jobsuche. Andererseits entfallen über  80% der Forschung und Entwicklung auf Partnerschaftsprojekte von FHs mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Seit der Etablierung des Sektors vor genau 25 Jahren prägen Forschung und Entwicklung das Leitbild und Selbstverständnis von Fachhochschulen. Mit ihrem starken anwendungsorientierten Forschungsprofil wickeln die Fachhochschulen jährlich über 1.450 Forschungskooperationen mit Unternehmen ab; davon sind über 60% dem KMU-Sektor zuzuordnen. „Das ist ausgesprochen positiv“, meint Faßmann. "Die Fachhochschulen haben sich sehr erfolgreich an den FFG-Programmlinien COIN Aufbau beteiligt. Insbesondere hervorzuheben sind außerdem die 13 Josef Ressel Zentren der CDG an den Fachhochschulen, welche auf Basis von spezifischen Fragestellungen aus der Wirtschaft kompetitiv und zeitlich begrenzt eingerichtet werden“. Die gesamten Aufwendungen für F&E an Fachhochschulen sind von 21 Mio. € im Jahre 2002 auf zuletzt rd. 100 Mio. € gestiegen, noch deutlicher gestiegen ist die Forschungsförderung des Bundes über Programme der FFG, nämlich von knapp 1 Mio. € von 2002 bis auf 16,6 Mio. € im Jahre 2018“, fasst der Wissenschaftsminister zusammen.

Der Wissenschaftsminister zeigt sich auch erfreut über den derzeitigen positiven Entwicklungsprozess zum Thema kooperative Doktorate zwischen Universitäten und Fachhochschulen. „Sowohl die Universitäten als auch die Fachhochschulen sehen in dieser Möglichkeit viele Vorteile, nicht nur für die einzelnen Institutionen, sondern für die Forschungsleistung insgesamt. Die FHs profitieren dabei vor allem von der personalentwickelnden Maßnahme für ihr wissenschaftliches Personal,  die Universitäten mehr von der Stärkung des wissenschaftlichen Verbundes im regionalen Kontext sowie der Nutzung der praktischen Erfahrungen der FHs im Bereich Verwertung. Mit dieser Maßnahme fördern wir sowohl  die Synergien, die aus der Komplementarität zwischen Universitäten und Fachhochschulen resultieren, und stärken gleichzeitig auch die Profile der jeweiligen Institutionen“, stellt Faßmann fest.

Mit dem Motto des Forschungsforums „Forschung bewegt“ verbindet Wissenschaftsminister Faßmann zwei Bedeutungsinhalte: „Forschung bewegt letztlich unser Land, denn Forschung kann zu Innovationen führen und Innovationen zu einer verbesserten Wettbewerbssituation unserer Wirtschaft. Forschung bewegt aber auch die klugen Köpfe in unseren Institutionen, die über Erklärungen von Phänomenen genauso nachdenken wie über die Umsetzung von Ideen zu konkrete Anwendungen“.

Kontakt:

Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Mag.a Annette Weber
Pressesprecherin
T +43 1 53120-5025
annette.weber@bmbwf.gv.at