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Asien

Auf Grund der enormen Entwicklungsdynamik in einigen asiatischen Staaten im Bereich Forschung, Technologie und Innovation, allen voran China und Südkorea, führt das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) auf bi- und multilateraler Ebene Schwerpunktmaßnahmen mit ausgewählten Ländern und Regionen in Asien durch.

China

Die dynamische Entwicklung Asiens ist im Bereich Wissenschaft und Forschung besonders deutlich, wo vor allem China durch enorme Investitionen und sowohl nationale als auch internationale Förderprogramme die globale Führungsrolle anstrebt. Daher kommt der Zusammenarbeit mit China eine besondere Bedeutung zu. Neben einer Vielzahl direkter Kooperationsbeziehungen österreichischer und chinesischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wie z.B. den Akademien der Wissenschaften, führt das BMBWF zur weiteren Stimulierung der Forschungskooperation ein bilaterales Förderprogramm mit dem Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) der Volksrepublik China im Rahmen der bilateralen wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit (WTZ) durch. Auf Basis des Staatsvertrags über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit aus dem Jahr 1984 finanzieren BMBWF und MOST seit mehr als 30 Jahren die Zusammenarbeit von Forschenden beider Länder in gemeinsamen Projekten, die in Österreich vom OeAD abgewickelt werdem. 

In Abstimmung mit dem BMBWF betreibt das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) ein „Office of Science and Technology Austria OSTA“ an der österreichischen Botschaft in Peking. Das OSTA Peking unterstützt in Zusammenarbeit mit dem OeAD-Kooperationsbüro in Shanghai den Ausbau der Kooperation in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie zwischen China und Österreich und die Internationalisierung der österreichischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen durch lokales Know-how und hochrangige Kontakte vor Ort.

Indien

Indiens Bedeutung als Produktionsstandort und Absatzmarkt im globalen Wirtschaftssystem hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Parallel dazu belegen indische Forschungseinrichtungen Spitzenplätze in internationalen Rankings und unterstreichen damit die wichtige Rolle Indiens im Bereich Wissenschaft und Forschung.

Das BMBWF trägt dieser Entwicklung Rechnung und setzt strategische Maßnahmen zur Intensivierung der bilateralen und multilateralen Forschungskooperation mit Indien.

Um österreichischen Forschenden den Aufbau von Kontakten und Projektpartnerschaften mit indischen Forschungseinrichtungen zu erleichtern, wurde 2007 das bilaterale wissenschaftlich-technische Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Regierung der Republik Indien unterzeichnet. Im Rahmen dieses Abkommens werden in mehrjährigen Arbeitsprogrammen gemeinsame Forschungsschwerpunkte festgelegt und Ausschreibungen für bilaterale Forschungsprojekte durchgeführt. 

Auch der Wissenschaftsfonds (FWF) führt mit dem indischen „Department of Science and Technology“ (DST) regelmäßig Ausschreibungen zur Förderung bilateraler Forschungsprojekte durch.

Vietnam

Neben China und Indien ist auch Vietnam offen für internationale Zusammenarbeit und verfügt im Bereich Wissenschaft und Forschung über großes Potenzial. Daher hat das BMBWF mit dem vietnamesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) ein Memorandum of Understanding (MoU) geschlossen, das im Oktober 2018 verlängert wurde. Im Rahmen dieses MoU werden regelmäßig Ausschreibungen für bilaterale Forschungsprojekte durchgeführt, um die Zusammenarbeit österreichisch-vietnamesischer Forschungsteams zu verstärken und insbesondere Nachwuchsforschenden die Möglichkeit zu bieten, gleich am Beginn ihrer Karrieren internationale Kontakte zu knüpfen und Netzwerke aufzubauen. 

Südkorea

Südkorea gehört zu den weltweit führenden Nationen im Bereich der Forschung und Innovation. Um die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und südkoreanischen Forschungseinrichtungen durch ein bilaterales Kooperationsprogramm weiter zu stimulieren, hat das BMBWF im Februar 2019 mit dem südkoreanischen Ministerium für Wissenschaft und IKT ein Memorandum of Understanding (MoU) abgeschlossen. Im Rahmen des MoUs werden österreichischen und koreanischen Forschenden Reise- und Aufenthaltskosten sowie Sachkosten zur Durchführung bilateraler Forschungsprojekte finanziert.

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