Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Die „European Universities“ Initiative

Die „European Universities“ Initiative

Die „European Universities“ entsprechen einer langfristigen Vision und sollen als Vorbilder für bewährte Praxis die Qualität, die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität der europäischen Hochschullandschaft schrittweise weiter steigern und durch die Förderung von wissenschaftlicher Spitzenleistung eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Europäischem Bildungsraum, Europäischem Hochschulraum und Europäischem Forschungsraum einnehmen.

Gemeinsam exzellent durch die „European Universities“ - Initiative

Gemeinsam exzellent - so kann man die Zielsetzung der „European Universities“ kurz zusammenfassen, die durch ihre vielfache Rolle bezüglich Bildung, Forschung, Innovation und Dienst an der Gesellschaft dazu beitragen, den Europäischen Bildungsraum und den Europäischen Forschungsraum zu verwirklichen.

Wie in den Schlussfolgerungen des Bildungsrates vom 22. Mai 2018 hervorgehoben wird, haben die „European Universities"- Allianzen das Potenzial, „die Mobilität beträchtlich zu erhöhen und die Spitzenqualität und Exzellenz in Bildung und Forschung zu fördern, indem sie Lehre, Forschung, Innovation und Wissenstransfer noch stärker miteinander verknüpfen, die Vorteile des mehrsprachigen Lernens und der Anerkennung von Diplomen herausstellen, sowie gemeinsame Bildungs- und Forschungsprogramme und -projekte entwickeln."

Folgende Schlüsselelemente werden von den „European Universities" bis 2025 erwartet:

•         Eine integrierte, langfristige gemeinsame Strategie für Bildung mit Verbindungen zu Forschung, Innovation und Gesellschaft

•         Ein europäischer „interuniversitärer" Hochschulcampus

•         Europäische wissensbildende Teams („herausforderungsbasierter Ansatz") von Studierenden und WissenschaftlerInnen, möglicherweise zusammen mit ForscherInnen, Unternehmen, regionalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren

Die Idee hinter den Europäischen Hochschulen

Im September 2017 hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei seiner Rede an der renommierten Pariser Universität Sorbonne vorgeschlagen, bis 2024 mindestens 20 Europäische Universitäten zu gründen, "die ein Netzwerk von Universitäten aus mehreren Ländern Europas bilden und die einen Studienverlauf schaffen, in dem jeder Studierende auch im Ausland studieren kann […] und die Orte pädagogischer Neuerung und exzellenter Forschung sind."

Bereits zwei Monate später griff die EU-Kommission diese Idee in ihrer Mitteilung zur "Stärkung der Europäischen Identität durch Bildung und Kultur" auf, die in Folge auch von den europäischen Staats- und Regierungschefs anlässlich des Europäischen Rates im Dezember 2017 bestätigt wurde.

Grundsätzliche Zielsetzungen der Europäischen Hochschulen

  • „European Universities“ sind Netzwerke, die sich bottom-up bilden und eine gemeinsame langfristige Strategie zur Zusammenarbeit auf Organisationsebene und in verschiedenen Aktivitätsfeldern verfolgen. Sie bauen auf komplementären Stärken auf, um einen Grad an Kooperation zu erreichen, der über bisherige Formen der Zusammenarbeit auf europäischer Ebene deutlich hinausgeht.
  • Die neue Art der Kooperation zwischen Hochschulinstitutionen soll sich über alle Regionen Europas, auf allen Ebenen der Organisationseinheit und über alle Aktivitätsfelder hinweg von Lehre über Forschung hin zu Innovation erstrecken.
  • Durch die Zusammenarbeit sollen Synergien geschaffen werden, die zu einer substantiellen Verbesserung der Qualität, Performance, Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandortes Europa führen sollen.
  • Wesentliches Element der Zusammenarbeit ist die Mobilität auf allen Ebenen (Bachelor, Master, PhD). Studierenden, Lehrenden und Forschenden soll es möglich sein, sich möglichst nahtlos über Grenzen hinweg zu bewegen und in unterschiedlichen Sprachen tätig zu sein.
  • „European Universities“ erreichen höchste Qualität in Lehre, Forschung und Innovation, indem sie in hohem Maße integrierte und flexible Studienangebote anbieten und den Weg für beste pädagogische Modelle ebnen. Durch die Integration kommt es zu einem Wissens- und Innovationstransfer. Die „European Universities“ fungieren als Role-Models im Bereich hochqualitative Lehre, Forschung, Innovation und leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Regionalentwicklung.
  • Gesamteuropäisch betrachtet werden die „European Universities“ geografisch und sozial inklusiv sein. Auch unterrepräsentierten Gruppen und nicht-traditionellen Studierenden wird die Teilnahme offenstehen und somit ihre Zusammensetzung die Diversität Europas widerspiegeln.
  • Langfristig sollen „European Universities“ zur Verwirklichung des Europäischen Bildungsraums und des Europäischen Forschungsraums beitragen, die europäische Integration stärken, die europäischen Werte fördern und die europäische Identität festigen.
  • Die Erreichung dieser Ziele erfolgt durch ein schrittweises und ambitioniertes Herangehen an die gemeinsamen Aktivitäten. Neben der Finanzierung aus Erasmus+, und voraussichtlich auch aus Horizon Europe, sollen die Netzwerke weitere Ressourcen auf nationaler und europäischer Ebene lukrieren, um Nachhaltigkeit in der Zusammenarbeit zu erreichen.

 

Derzeit gibt es 41 European Universities Allianzen, 17 aus dem ersten Pilot Call (2019) mit einem Gesamtbudget von bis zu 85 Mio. Euro (EU-Mittel aus Erasmus+) und 24 aus dem 2. Pilot Call (2020) mit einem Gesamtbudget i.H.v. 120 Mio. Euro (EU-Mittel aus Erasmus+). Die Pilotprojekte haben eine Laufzeit von drei Jahren.

Jede Allianz wird mit max. fünf Millionen Euro für die Dauer des Projektes (3 Jahre) von der Europäischen Kommission aus Mitteln des Programms Erasmus+ gefördert. Zusätzlich erhält jede Allianz aus dem 1. und 2. Pilot Call eine Top-up-Förderung aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 von jeweils max. zwei Millionen Euro.

Die Projekte aus dem ersten Call (2019) wurden im Sommer 2021 einer Zwischenevaluierung unterzogen.

Die Initiative „European Universities" ist Teil des neuen Erasmus+ Programms 2021-2027. Die EK hat auf Basis des Arbeitsprogramms 2021-2022 am 30. November 2021 einen weiteren Call für die „European Universities“ im Rahmen von Erasmus+ veröffentlicht, mit einem Budget von € 272 Mio. Bevorzugt soll dabei die Erweiterung bestehender European University Allianzen gefördert werden, aber auch die Etablierung neuer Allianzen ist möglich. Der Call läuft bis 22. März 2022. Eine weitere Top-up-Förderung aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe wird derzeit im Zuge der Vorbereitung des Arbeitsprogramms 2023-24 diskutiert.

Die Zukunft der Europäischen Hochschulen 

Am 30. November 2021 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen für die „European Universities“–Initiative. Grundsätzlich können Anträge sowohl von den ersten 17 Allianzen sowie von neuen Allianzen eingereicht werden. Die restlichen 24 Allianzen aus dem 2. Pilot Call (2020) werden Anträge im Rahmen eines neuen Aufrufs im Herbst 2022 einreichen können.

Die Weiterentwicklung und Implementierung der „European Universities“-Initiative sowie der Abbau der Barrieren in der engen transnationalen Zusammenarbeit bleiben weiterhin in Zentrum der europäischen Hochschul- und Forschungspolitik.

Österreichische Beteiligung an den European Universities

Insgesamt elf österreichische Hochschulen sind an der „European Universities“ – Initiative beteiligt.

  1. Auswahlrunde 2019 (Umsetzung ab Herbst 2019)
  • Universität Graz – ist Partner der von Universidad de Granada (ES) koordinierten Allianz ARQUS
  • Universität für Bodenkultur Wien ist Partner der von Université de Strasbourg (FR) koordinierten Allianz EPICUR
  1. Auswahlrunde 2020 (Umsetzung ab Herbst 2020)
  • Montanuniversität Leoben koordiniert die Allianz EURECA-PRO
  • FH St. Pölten koordiniert die Allianz E3UDRES2
  • Universität Innsbruck ist Partner in der Aurora-Allianz (Koordinator: Stichting VU, NL)
  • Wirtschaftsuniversität Wien ist Partner in ENGAGE.EU (Koordinator: Universität Mannheim, DE)
  • FH Vorarlberg ist Partner in der Allianz RUN-EU (Koordinator: Instituto Politecnico de Leiria, PT)
  • MCI Management Center Innsbruck ist Partner in der Allianz ULYSSEUS (Koordinator: Universidad de Sevilla, ES)
  1. Zusätzliche Teilnahmen
    • Seit April 2021 ist die CEU Private University Wien Partner der CIVICA Allianz.
    • Am 30. September 2021 wurde die Paris Lodron Universität Salzburg vom „Board of Rectors“ in die “European Universties“–Allianz CIVIS aufgenommen.
    • Die Generalversammlung von Circle U. beschloss am 12. November 2021 den Beitritt der Universität Wien zur Circle U. Allianz.

Links

Kontakt

Dr.in Ing.in Mag.a  Evelin-Melinda Macho
Abteilung IV/11b – Europäischer Hochschulraum, EU-Bildungsprogramme, Bologna-Prozess und Mobilität
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
T  +43 1 53120-7887
evelin.macho@bmbwf.gv.at
www.bmbwf.gv.at

Downloads