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Prüfungsaktivität an öffentlichen Universitäten

Qualität in Lehre und Studium zu verbessern, lautet ein ganz zentrales, hochschulpolitisches Ziel. Darauf zielen deshalb zahlreiche strategische Maßnahmen ab, die das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) im Hochschulbereich setzt. Dazu ist neben der Verbesserung der Betreuungsrelationen, die Förderung der Abschlussorientierung unter Studierenden auch die Steigerung der Prüfungsaktivität zu nennen. Sie ist das zentrale Steuerungselement, weil sie jene Zahl an belegten Studien abbildet, die tatsächlich betrieben werden. Deshalb ist sie eine der zentralen Kennzahlen für die Universitätsfinanzierung NEU.

Die Prüfungsaktivität ist der wichtigste Indikator für die Universitätsfinanzierung NEU. Studierende sollen ihr Studium möglichst zügig abschließen können und dafür die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Deshalb wird bei der Zuteilung des Unibudgets durch die Leistungsvereinbarungen auf diesen Basisfaktor auch besonders viel Augenmerk gelegt. Der Anteil der Prüfungsaktiven hat sich – nicht zuletzt durch die wirksame Anwendung der Universitätsfinanzierung NEU seit 2016/17 von 57 Prozent auf aktuell 64 Prozent um 7 Prozentpunkte erhöht. Im Studienjahr 2016/17 wurden nicht einmal 180.000 der insgesamt mehr als 300.000 Studien aktiv betrieben. Heute liegt dieser Wert bei mehr als 185.000.

2022 bis 2024 lautet das Ziel, das Niveau zu halten

2022 bis 2024 lautet daher nun die gemeinsame Zielvorgabe der Universitäten und des BMBWF, dieses hohe Niveau von rund 183.000 bis 185.000 prüfungsaktiv betriebenen Studien zu halten

Prüfungsaktiv mit Leistungen im Umfang von 16 ETCS pro Studienjahr

Als prüfungsaktive Studien in der Definition der Wissensbilanz (Kennzahl 2.A.6.) werden jene Bachelor-, Diplom- und Masterstudien definiert, in denen im Studienjahr mindestens 16 ECTS-Punkte oder positiv beurteilte Studienleistungen im Umfang von acht Semesterstunden erbracht werden. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) stellt bei der Messung der Prüfungsaktivität dabei stets auf die belegten Studien und nicht auf die einzelnen ordentlichen Studierenden ab, weil Studierende mehrere Studien belegen können.

Konkret haben sich die öffentlichen Universitäten in ihren Leistungsvereinbarungen zu individuellen Zielwerten verpflichtet. 

Basisindikatoren in der Leistungsvereinbarungsperiode 2022 bis 2024
Basisindikator prüfungsaktive Studien an öffentlichen Universitäten
Status Quo und festgelegte Zielwerte aus den LV-Verhandlungen

  Prüfungsaktive Studien
  IST IST IST LV-Ziel LV-Ziel
  STJ
2016/17
STJ 2019/20 STJ 2020/21 2019-2021 2022-2024
Universität Wien 50.830 51.287 52.925 52.843 53.000
Universität Graz 18.560 17.718 18.365 19.316 17.900
Universität Innsbruck 17.831 17.945 19.235 18.551 18.310
Medizinische Universität Wien 4.600 4.729 4.872 4.600 5.030
Medizinische Universität Graz 2.919 2.773 2.862 2.688 2.675
Medizinische Universität Innsbruck 2.503 2.676 2.762 2.503 2.675
Universität Salzburg 9.348 9.487 10.049 9.711 9.800
Technische Universität Wien 15.556 15.493 15.933 16.221 16.000
Technische Universität Graz 8.613 8.457 8.686 8.960 8.730
Montanuniversität Leoben 2.663 2.604 2.496 2.794 2.680
Universität für Bodenkultur Wien  7.933 6.741 6.595 8.313 6.820
Veterinärmedizinische Universität Wien 1.473 1.524 1.528 1.484 1.550
Wirtschaftsuniversität Wien 12.878 13.321 13.072 13.493 13.400
Universität Linz 9.950 10.761 12.022 10.394 10.800
Universität Klagenfurt  5.083 4.991 5.063 5.226 5.100
Universität für angewandte Kunst Wien 1.145 1.181 1.246 1.220 1.268
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien 2.142 2.233 2.328 2.142 2.170
Universität Mozarteum Salzburg 1.298 1.340 1.420 1.299 1.353
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz 1.437 1.459 1.526 1.441 1.460
Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz 920 942 951 920 945
Akademie der bildenden Künste Wien 1.045 1.051 1.199 1.045 1.050
Insgesamt 178.767 178.711 185.136 185.164 182.716

Kontakt

Nikolaus Franzen, MSc (WU)
Referat IV/10b – Hochschulstatistische Anwendungen
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
T +43 1 531 20-5896
nikolaus.franzen@bmbwf.gv.at