Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

Der Gebrauch von Cookies erlaubt uns Ihre Erfahrungen auf dieser Website zu optimieren. Wir verwenden Cookies zu Statistikzwecken und zur Qualitätssicherung. Durch Fortfahren auf unserer Website stimmen Sie dieser Verwendung zu.

possanner@school-Preis

Premiere für possanner@school-Preise

Die possanner@school-Preise werden für herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten an AHS und Diplomarbeiten an BHS zu den Themenbereichen „Gleichstellung / Geschlechtergerechtigkeit / Geschlechterforschung“ mit Bezug zum BMBWF -Grundsatzerlass Nr. 21/2018 „Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“  vergeben. Aufgrund des Zweijahres-Intervalls bei der Vergabe sind immer zwei Maturajahrgänge berechtigt, sich zu bewerben. Der am 1. März 2022 erstmals verliehene possanner@school-Hauptpreis ist mit 1.500 Euro dotiert und die 7 Anerkennungspreise mit je 500 Euro.

2021 wurde der ehemalige VWA-Gender Award in die Dachmarke der etablierten und renommierten Gabriele Possanner-Preise eingebettet. Doch nicht nur der Rahmen hat eine Neuerung erfahren, auch die Jury, die Auswahlkriterien sowie das Preisverleihungsformat wurden neu konzipiert. Darüber hinaus wurde das Preisgeld erhöht. Bis 9. Juli 2021 hatten die Maturantinnen und Maturanten der Schuljahre 2019/2020 sowie 2020/2021, die Möglichkeit ihre VWA- beziehungsweise Diplomarbeiten zu den Themenbereichen Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit und/oder Geschlechterforschung einzureichen. Insgesamt gab es 74 Einreichungen aus allen Bundesländern, die allesamt die formalen Richtlinien erfüllten und somit an die Jury zur Beurteilung nach abgestimmten Kriterien weitergeleitet wurden.

Hauptpreis an Jasmin Simon

Der mit 1.500,- Euro dotierte Hauptpreis ging an Jasmin Simon für ihre in englischer Sprache verfasste vorwissenschaftliche Arbeit „The Gulabi Gang´s Feminist Criticism“, betreut von Mag.a Amanda Hinteregger am Wiener Gymnasium Draschestraße. In ihrer Arbeit analysiert sie anhand des Beispiels der indischen Gulabi Gang das Konzept der Selbstjustiz als Antwort auf ein korruptes oder diskriminierendes Strafjustizsystem. Dazu wirft Jasmin Simon einen Blick auf die Hintergründe sowie die Arbeit der Gulabi Gang, um anschließend das Phänomen der Selbstjustiz sowie die Unterdrückung von Frauen im Strafjustizsystem am Beispiel Indien zu thematisieren. In ihrem Fazit betrachtet sie die Gefahren von Selbstjustiz im Falle der Gulabi Gang und geht auf Alternativen und Lösungswege ein (zum Beispiel überarbeitete und regelmäßige Ausbildung sowie verbesserte Richtlinien für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, Richter/innen oder das medizinische forensische Personal). Die Jury hebt hervor, dass sich die vorwissenschaftliche Arbeit konzeptionell, analytisch und formal auszeichnet, und das in einer Weise, die an das Niveau hochschulischer Seminararbeiten heranreicht.

possanner@school-Preis 2022 - Hauptpreisträgerin Jasmin Simon

Sieben Anerkennungspreise zeigen weites Themenspektrum

Sieben Arbeiten wurden mit einem zu je 500,- Euro dotierten Anerkennungspreis ausgezeichnet. Die Arbeiten verdeutlichen sehr gut das breite Themenspektrum der Geschlechterforschung. So bearbeiteten die Jugendlichen genauso Fragestellungen zu historischen Themen, als auch zur horizontalen Geschlechtersegregation im Unternehmensbereich bis hin zu Erziehung und dem Thema Feminismus.

Folgenden Maturantinnen wurde ein Anerkennungspreis zuerkannt:

  • Emma Luisa Breuß: Wandel? Stillstand? Rückschritt? Wie sind Frauen – 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts 1918 – in der politischen Landschaft Vorarlbergs vertreten?
    Betreuer: Dr. Gerhard Pušnik, Gymnasium Schillerstraße Feldkirch/Vorarlberg
  • Weronika Klecha: Society’s effects on the lives and artwork of female impressionists
    Betreuerin: Mag.a Martina Kogler, MA, Wienerwaldgymnasium – Expositur des BG/BRG Purkersdorf
  • Victoria Kai-Maria Lafer: Frauen in Führungspositionen
    Betreuerin: Mag.a Sigrid Nigitz, BG/BRG Gleisdorf
  • Marlene Malli-Harrer: Ladies first? Mögliche Ursachen des Frauenmangels in der Führung österreichischer Unternehmen
    Betreuerin: Mag.a Ursula Doppelbauer-Berger, BRG Wels Wallererstraße
  • Miriam Schmutzer: Gendergerechte Erziehung. Anspruch und Realität
    Betreuerin: Mag.a Julia Stromer, GRG XIII Wien
  • Franziska Vogt: „Ich bin keine Feministin, weil …“ Hintergründe, Motive und Erscheinungsformen aktueller antifeministischer Denkweisen von Frauen im deutschsprachigen Raum
    Betreuer: Mag. Patrick K. Osterkorn, BG/BRG Rahlgasse Wien
  • Maria Wallner: Virginia Woolf – eine Wegbegleiterin des modernen Feminismus
    Betreuerin: Mag.a Birgit Tschuggnall, Bischöfliches Gymnasium Paulinum Schwaz
possanner@school-Preis 2022 - Preisträgerinnen

Einen guten Überblick über alle 74 Einreichungen bietet allen Interessierten die possanner@school-Broschüre (PDF, 472 KB).

Jury mit vielfältigem Fachwissen

Die Jury bestand aus insgesamt 17 Gutachter/inne/n sowie einer Jurysprecherin. Mit dieser Funktion wurde Prof.in Mag.a Dr.in Ilse Bartosch vom BMBWF etraut. Die langjährige AHS-Lehrerin und Physikdidaktikerin an der Universität Wien (sie ist auch Käthe-Leichter-Preisträgerin) hat in ihren vielfältigen wissenschaftlichen Tätigkeiten einen umfassenden interdisziplinären Zugang zu Gender- und Diversitätsfragen im Bereich Technik und Naturwissenschaften entwickelt. Ilse Bartosch hatte die Aufgabe, die Jurymitglieder auszuwählen, den Prozess der Begutachtung zu koordinieren und dem BMBWF einen Vorschlag für die Vergabe des Hauptpreises sowie der sieben Anerkennungspreise vorzulegen.

Da es sich bei den Einreichungen um ein breites Themenspektrum handelte, wurden vielfältige Expertinnen und Experten beauftragt. So konnte sichergestellt werden, dass alle eingereichten Arbeiten mit hoher Kompetenz und entsprechendem Fachwissen beurteilt wurden. Bei den Gutachter/inne/n handelte es sich (in alphabetischer Reihenfolge) um:

  • Mag.a Dr.in Liselotte Abid, Universität Wien
  • Univ.-Prof. iR Dr. Nikolaus Benke, LL.M., Universität Wien
  • Sabine Bruckner, MA, Universität Salzburg
  • Mag.a Cornelia Brunnauer, Universität Salzburg
  • Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Rosa Diketmüller, Universität Wien
  • Dr.in Isabella Fritz, BA MA BEd, Pädagogische Hochschule Salzburg
  • Univ.-Prof.in Dr.in med.univ. Margarethe Hochleitner, Medizinische Universität Innsbruck
  • Mag.a Dr.in Susanne Hochreiter, Universität Wien
  • Verena Kumpusch, BA MA, Universität Klagenfurt
  • Mag.a Doris Löffler, MBA, Universität für angewandte Kunst Wien
  • Mag.a Dr.in Kirstin Mertlitsch, Universität Klagenfurt
  • Mag.a Elli Scambor, Institut für Männer- und Geschlechterforschung
  • Mag.a Claudia Schneider, Verein Efeu
  • Christina Schuster, BA MA MA, Universität Wien
  • Dipl.-Ing.in Iris Strutzmann, Universität für Bodenkultur Wien
  • Mag.a Renate Tanzberger, Verein Efeu
  • Petra Unger, MA, Kulturvermittlerin, Wiener Frauenspaziergänge

Aufgrund der COVID-19-Beschränkungen war die Anzahl der Teilnehmenden bei der Preisverleihung beschränkt. Daher gab es seitens des BMBWF einen Livestream von der Veranstaltung. Die barrierefreie Aufzeichnung des Livestreams wird in den kommenden Tagen an dieser Stelle verlinkt.