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Forschungseinrichtungen

Statistische Angaben über forschungsdurchführende Einheiten

Gemäß der letzten statistischen Vollerhebung über Forschung und Entwicklung (F&E) in Österreich 2017 gab es 5.084 forschungsdurchführende Einrichtungen. Rund 69% (3.489) sind dem Unternehmenssektor zuzurechnen, wovon wiederum der Hauptanteil (99%) zur firmeneigenen Forschung gehört. Ca. 1% der Einrichtungen (38) findet sich im kooperativen Bereich, zu dem die Institute der ACR (Austrian Cooperative Research) und die COMET-Zentren gezählt werden. Die Forschungsausgaben der Unternehmen liegen 2017 mit 7,888 Mrd. € und 52.477,8 Beschäftigten (in VZÄ) im Bereich F&E jeweils knapp über einen Anteil von 69% am Gesamtvolumen. Ca. 57% der F&E-Beschäftigten sind dem wissenschaftlichen Personal zugeordnet. Haupttätigkeitsfelder liegen in der experimentellen Entwicklung (64%) sowie der angewandten Forschung (31%).

Der Hochschulsektor mit den Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten und Pädagogischen Hochschulen, aber auch dem IST-Austria, wies 2017 knapp unter ein Viertel (1.259) aller forschungsdurchführenden Einrichtungen auf. Davon wiederum befinden sich rund 96% der F&E-Einheiten an Universitäten (inkl. Kliniken und Universitäten der Künste). Rund 23% der gesamten Forschungsausgaben (2,533 Mrd. €) sowie aller F&E-Beschäftigten (17.680,3 VZÄ) findet sich im Hochschulsektor. Über 76% des F&E-Personals im Hochschulsektor ist im Jahr 2017 wissenschaftliches Personal; dieser Anteil liegt damit wesentlich höher als in Unternehmen. Haupttätigkeitsfelder liegen charakteristischerweise in der Grundlagenforschung (rd. 54%) und in der angewandten Forschung (rd. 38%).  Insgesamt werden rd. 69% aller Grundlagenforschungen in diesem Sektor ausgegeben. 

Der Sektor Staat zählt 2017 288 (rd. 6%) F&E-Einrichtungen; dazu gehören neben Bundesinstitutionen auch Einrichtungen des Landes, der Gemeinden und der Kammern, der Sozialversicherungsträger oder von der öffentlichen Hand finanzierte und/oder kontrollierte private gemeinnützige Institutionen sowie F&E-Einrichtungen der Ludwig Boltzmann-Gesellschaft und seit der Erhebung 2017 neu: Österreichische Akademie der Wissenschaften (vorher Hochschulsektor), AIT Austrian Institute of Technology GmbH und JR Joanneum Research (vorher Unternehmenssektor/kooperativer Bereich). Die Forschungsausgaben liegen mit 612 Mio. € bei 5,5% der Gesamtausgaben und mit 5.266,3 VZÄ bei rd. 7% der F&E-Beschäftigten. Haupttätigkeitsfelder sind zu rd. 39% Grundlagenforschung, zu rd. 38% angewandte Forschung sowie zu rd. 23% experimentelle Entwicklung. Auch in diesem Sektor ist der Anteil des wissenschaftlichen Personals mit rd. 70% hoch.

Der kleinste der Sektoren, der private gemeinnützige Sektor, zählt 2017 48 Forschungseinrichtungen (rd. 1%). Zu diesem Sektor zählen gemeinnützige Institutionen mit vorwiegend privaten oder privatrechtlichen, konfessionellen oder sonstigen nicht öffentlichen Status. Die Forschungsausgaben belaufen sich 2017 auf 0,062 Mrd. € (0,6%), die F&E-Beschäftigten auf 585,3 VZÄ (0,8%). Haupttätigkeitsfeld liegt in der angewandten Forschung (rd.79%), rd. 67% sind wissenschaftliches Personal.

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Kontakt:

Mag.a Irene Danler
Abteilung V/1 (Forschung, Technologie, Innovation: Strategie, Berichtswesen, Wissenstransfer aus Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen)
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
T +43 53120-6315
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